Hebamme Rania Neinert: Wenn ein Kind geboren wird, kennt es nur die Begrenztheit in der Gebärmutter. Bei jeder Bewegung mit den Händchen oder Füßchen stieß es auf die schützende Hülle. Nach der Geburt muss das Baby sich mit der "unendlichen" Weite vertraut machen.
Bei vielen Babies habe ich beobachtet, dass sie sich unwohl fühlten, wenn sie auf der Wickelkommode lagen und sich beruhigten wenn man entweder ihre Füßchen fest hielt oder die Hand oder ein Tuch auf den Kopf legte ... also Grenzen setzte.
Mit dem Pucksack werden dem Baby wieder Grenzen gesetzt. Das Kind fühlt sich geborgen.
Früher wurden die Säuglinge fest mit den Ärmchen eingewickelt bzw kamen in ein Steckkissen, wodurch sie ruhiger wurden. Den beruhigenden Effekt vermittelt der Pucksack auch, ohne dass das Kind komplett eingewickelt wird.
Wenn ein Kind sehr unruhig beim Stillen ist und ständig mit den Ärmchen rudert, ziehe ich ihm einen Pucksack an und hülle die Arme mit ein. Die Kinder trinken dann ruhiger und behindern sich nicht mehr beim Trinken.
Wer im Winter mal einem kleinen Kind Fingerhandschuh angezogen hat, wird bemerkt haben, dass die Finger nicht so warmgehalten werden wie in Fäustlingen. Dieser Umstand , das sich die Finger gegenseitig wärmen wird beim Pucksack eingesetzt. Die Beine sollten dementsprechend nackt sein.
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